Was tun bei Eisenmangel?
Zu den häufigsten Mangelerscheinungen zählt der Eisenmangel. Doch es gibt Abhilfe
Eisenmangel ist eine der häufigsten Nährstoffmangelerscheinungen. Junge Frauen sind besonders häufig betroffen, da sie durch die monatliche Menstruation Blut und somit Eisen verlieren. Doch wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, kann dem Eisenmangel vorbeugen oder ihn selbst behandeln.

Eisen - was ist das überhaupt?

Eisen ist ein Spurenelement, das regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden muss. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei erwachsenen Frauen vor der Menopause etwa 15 mg pro Tag. Stillende sollten sogar 20 mg täglich aufnehmen, Schwangere 30 mg. Männer dagegen haben einen täglichen Eisenbedarf von nur etwa 10 mg. Eisen ist besonders wichtig für den Sauerstofftransport im Körper. Denn durch das Eisen wird Sauerstoff an Hämoglobin gebunden, den roten Blutfarbstoff. Der Körper benötigt Eisen zur Energieversorgung und die körperliche sowie mentale Leistungsfähigkeit.

Eisenmangel zeigt sich durch Müdigkeit, Antriebslosigkeit, brüchige Nägel und Haare sowie Blässe und Blutarmut. Stärker ausgeprägter Eisenmangel kann sogar depressive Verstimmungen, Gedächtnisstörungen und das Restless-Legs-Syndrom auslösen. Bei sehr schwerem Eisenmangel sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da der Mangel kaum mehr über die Nahrung, sondern oft nur über hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden kann.

Einfache Abhilfe

Bei leichtem Eisenmangel hilft es, vermehrt entsprechende Nahrungsmittel mit viel Eisen zu essen. Eisen wird mit Vitamin C besser vom Körper aufgenommen, weshalb es empfehlenswert ist, die im Folgenden genannten Lebensmittel je nach Geschmack mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Paprika, Zitrusfrüchten, Brokkoli oder Kiwi zu kombinieren. Besonders eisenhaltig ist tierische Leber. Bereits eine kleine Menge deckt den Tagesbedarf zu hundert Prozent. Außerdem enthalten Kürbiskerne, Weizenkleie, Hülsenfrüchte, Sesam, Leinsamen, Quinoa, Hirse, Amaranth, Pistazien, Eier, Spirulina, Pfifferlinge sowie Fleisch viel Eisen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten entgegen weit verbreiteter Meinung zwar mehr Eisen als Fleisch, allerdings ist das Eisen in tierischen Lebensmitteln besser verwertbar für den Körper. Vegetarier sollten darauf achten, abwechslungsreich zu essen und die genannten Lebensmittel möglichst oft in den Speiseplan zu integrieren. Werden pflanzliche eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C kombiniert, liefern auch diese ausreichend Eisen, selbst bei hohem Bedarf. Empfehlenswert könnte bei leichtem Eisenmangel auch eine Kur aus mit Eisen angereicherten Pflanzensäften sein. Der Körper kann so seine Speicher schneller wieder auffüllen. Je nach Anhalten der Symptome von Eisenmangel kann die Kur nach zwei bis mehreren Wochen wieder beendet werden. Eisenmangel kann durch den Arzt sehr leicht festgestellt werden.